Februar 2, 2010
Curling
Präzisionssportart Curling
olympiade-infos.de
Curling Schach auf dem Eis
Curling ist eine Präzisionssportart, die dem Boule-Spiel ähnelt und vor allem in Skandinavien, Schottland, Kanada und der Schweiz besonders beliebt ist. Obwohl es erst seit 1998 zu den Olympischen Spielen gehört, geht sein Ursprung bis ins Mittelalter zurück.
Das Spielfeld besteht aus einer 44,5m langen und 4,75m breiten Eisfläche auf deren Enden Ringe aufgemalt sind. Das Zentrum dieser Ringe wird Knopf genannt und zusammen bilden sie das Haus. Nun versuchen die beiden konkurrierenden Mannschaften, bestehend aus jeweils 4 Spielern, ihre Curlingsteine möglichst nahe an das Zentrum heranzubringen. Die Eisfläche muss dabei so glatt wie möglich sein, damit bei der Bewegung der Steine auf dem Eis kaum Reibung entsteht. Das Ziel ist es am Ende des Spiels mehr Steine nah am Zentrum des Hauses platziert zu haben, als die gegnerische Mannschaft, wobei es für jeden Stein einen Punkt gibt. Wer am Ende des Spieles die meisten Punkte erlangt hat, gewinnt das Spiel.
Bei internationalen Wettkämpfen wird das Round-Robin-Verfahren angewandt. Hierbei spielt zunächst jede Nation gegen alle anderen und erhält für jeden Sieg einen Punkt. Die ersten 4 Mannschaften der Gesamtrangliste treten dann im Finale gegeneinander an.
Curling wird seiner vielen taktischen Besonderheiten auch oft Schach auf dem Eis genannt.
Seit 1998 gibt es auch Curling für Rollstuhlfahrer welches mittlerweile von ungefähr 25 Nationen gespielt wird. Rollstuhlcurling wird von der World Curling Federation (WCF) anerkannt und ist seit 2004 Teil der Paralympischen Spiele.