Februar 4, 2010

Bobfahren

Die Königsklasse des Schlittensports

olympiade-infos.de

Geschwindigkeit im Eiskanal

Der Bobsport findet seinen Ursprung in der Schweiz am Ende des 19. Jahrhunderts. Damals entwickelte dort ein Engländer den ersten Bob in dem er zwei Schlitten längs mit einander verband. Die ersten Rennen fanden zunächst auf Waldwegen statt.

In dieser Zeit bekam der Bobsport auch seinen Namen denn das englische Verb „to bob“ bedeutet so viel wie „ruckartig bewegen“. Die ersten Bobfahrer versuchten durch ruckartiges Bewegen ihrer Oberkörper beim Fahren mehr Schwung zu bekommen und somit die Geschwindigkeit zu erhöhen.

Heute sind dafür die Anschieber verantwortlich, und ihre Leistung entscheidet meist über den Ausgang des Rennens. Deshalb müssen die Anschieber gute Sprinter und kräftig gebaut sein. Der Bobsport ist natürlich auch eine große Herausforderung für die Besatzung des Bobs, denn bei Durchschnittsgeschwindigkeiten von 100km/h und sogar bis zu 140km/h ist sehr viel Konzentration gefragt. Besonders der Pilot muss ein exzellentes Reaktionsvermögen und ausgeprägte Feinmotorik besitzen, da schon kleinste Fehler bei der Lenkung einen Überschlag verursachen könnten.

Eine Bobbahn ist gewöhnlich zwischen 1200m und 1600m lang und ist künstlich vereist. Die Zahl der Bobbahnen weltweit ist allerdings sehr gering. In Deutschland findet man aber immerhin 4 davon:

  • Winterberg -
  • Oberhof
  • Königssee – (erste Kunsteisbahn)
  • Altenberg – (soll die anspruchsvollste Bahn sein)

Der Bobsport ist eng mit dem Rennrodeln und dem Skeletton verwandt und wird auch oft die „Königsklasse“ des Schlittensports genannt. Er ist seit 1924 Teil der Olympischen Winterspiele und deutsche Mannschaften konnten seit dem 12 Siege erlangen. Deutschland ist damit die stärkste Bobnation.